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Das "faire" Spiel

Ein neuer Tag - Ein neues Spiel!
.....von wegen!
Jeder Tag ist der selbe, die Spielregeln, unverändert,
geschrieben von den Einstigen,
verankert in gefesselten Geistern, seit Ewigkeiten.
Und so wird gespielt,
Tag für Tag,
Jahr für Jahr,
Jahrhundert für Jahrhundert.
Im harmonischen Gleichgewicht.

Doch ab und an, soll es geschehen sein,
dass einige Spielfguren, nicht die gleiche Form,
oder Farbe hatten, wie doch alle anderen.
Die waren ja gar nicht normal!
Die passten ja gar nicht!
Nein!
So etwas geht natürlich überhaupt nicht!

Und so wurden diese Figuren in der Verpackung gelassen,
so,
dass niemand sie sehen musste.

Ich bin solch eine Spielfigur,
liege im Schatten des geschloßenen Pappkartons
und darf nur ab und an auf einen Schimmer Licht hoffen.

Vielleicht habt ihr mich schon einmal gesehen?
Ich war das eckige Teil in eurem Puzzle ohne Ecken.
War die weiße Murmel in einem Sack voller Perlen.
Die Figur aus Holz in eurem Plastik-Mensch-ärgere-dich-nicht.
Die Karte mit den vielen Rissen und Eselsohren in eurem Mau-Mau-Spiel.
Erinnert ihr euch an mich?

Natürlich tut ihr das, niemand vergisst einen solchen Anblick!Doch ihr konntet mich nicht am Spiel Teil haben lassen,
wie hätte das denn ausgesehen?

Wie hätte das nur ausgesehen?
Davon träume ich mein Leben lang.
Denn träumen ist das Einzige, was man im Schatten noch kann.

2 Kommentare 5.5.06 18:23, kommentieren



H offnung I st V erschwommen

Wie Splitter aus Glas stechen sie in mir,
bringen meinen Verstand in Bewegung,
brechen ihn an sich selbst

ES ZERREIßT MICH INNERLICH!

Bekannte Wege verschwinden,
alte Brücken brechen,
Normalität stürzt ein - begräbt mich unter sich.
Meine Schreie dringen nicht mehr nach außen,
erreichen selbst mich nicht mehr.

Verschwommene Blicke sehen auf mich herab...
Tränen sammeln sich - fließen an mir vorbei.
Um mich herum wir eine Mauer errichtet,
meine Hände setzen Stein auf Stein
ohne meine Einwilligung.

OHNMÄCHTIG MUSS ICH BEOBACHTEN,
WIE ICH MICH SELBST ZERSTÖRE!

Niemand kann mich mehr erreichen,
keine Brise wagt es mehr mich zu berühren,
ihre Stimmen dringen zu mir,
wie schwache Erinnerungen eines stärkeren Seins
"Mitleid!", klagen sie
"Hoffnung!", wünschen sie.....

Ein zerbrochenes Sein kann man nicht wieder zusammenfügen!

In mir gefangen suche ich nach einen Ausgang,
doch ich verschloß sie alle selbst!
Versuche verzweifelt nach Lösungen zu greifen,
doch ich habe sie alle verspielt!
Und so bleibt mir nichts, als zu warten
Warten auf das Ende?

Oder warten, auf die einzige Chance, auf einen Anfang?

28.5.06 19:53, kommentieren